cloverfield

Mittwoch, 06. Februar 2008

Nach langer, langer Zeit habe ich heute mal wieder einen Filmpalast von innen gesehen. Anlass war der neuste Film von LOST-Mastermind J.J. Abrams, „Cloverfield„. Schon beim ersten Teaser hatte ich das Gefühl, dass da auf Filmfreunde etwas ganz Neues, Großes zukommen würde. Zugegeben, die Idee einen Film mit Hilfe von Handkameras möglichst authentisch bzw. real wirken zulassen, ist nicht wirklich innovativ. Das gab’s bei „The Blair Witch Project“ ja schon einmal. Und wie auch schon zuvor bei den Hexen, so gab’s auch zu Cloverfield eine clevere Marketingkampagne mit gezielt gestreuten Informationen, die den Film noch interessanter machen sollten.

Anfangen tut alles mit der Abschiedsparty von Robert in Manhattan. Bevor er seinen neuen Job in Japan antritt, will er einfach noch mal mit all seinen Freunden einen netten Abend verbringen. Als kleines Andenken filmt sein Freund Hug diesen Abend und bittet die Anwesenden kleine Grüße in die Kamera zu sprechen. Als dann allerdings ein riesiges Monster über New York herfällt, kommen die Feierlichkeiten zu einem abrupten Ende. Natürlich könnten sich alle Gäste sicher evakuieren lassen, aber Robert muss natürlich noch einmal zurück um seiner Freundin zu helfen. Zur Story möchte ich an dieser Stelle nichts weiter sagen, die darf jeder für sich selbst entdecken.

Um den authentischen Eindruck nicht zu gefährden, wurden durchweg frische, unbekannte Schauspieler eingesetzt. Ob deren schwache Leistung wirklich an ihnen oder an den einfach zu flachen Charakteren lang weiß ich nicht, umgehauen hat sich mich aber nicht. Als Ganzes konnte mich der Film dennoch überzeugen, er bleibt sich und seiner Idee durchweg treu und animiert den Zuschauer zum nachdenken, anstatt ihm alles vorzukauen. Leichte Abzüge gibt es für die hier und da etwas abstruse Storyentwicklung, warum muss denn zum Beispiel immer der Held zurück ins Herz der Katastrophe und eine Frau zu retten???

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Ok, das mega-aha-oho-Erlebnis war Cloverfield dann doch nicht, aber unterm Strich bleibt nach knackigen 80 Minuten ein erfrischendes neues Filmerlebnis was sich vom Hollywood-Einheitsbrei abhebt.

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