marbury vs. the system
Dienstag, 04. November 2008Die groteske Posse rund um Stephon Marbury in New York hält weiter an, leider. Folgender Artikel fasst ganz gut meine Sicht der Dinge zusammen. Die Entscheidung / Haltung von Coach D’Antoni ist konsequent, aber sie macht für mich aus sportlicher Sicht nicht viel Sinn. 20 Millionen Dollar auf dem letzten Platz der Spielerbank zu parken kann man sich wohl nur in New York leisten. In jedem anderen Team hätte man an einer Lösung gearbeitet und versucht die 20 Millionen Dollar in Punkte auf dem Scoreboard umzuwandeln, wie auch immer.
Wirklich viel ist in den ersten drei Spielen von der “seven seconds or less”-Offensive bei Knicks nämlich auch noch nicht zu sehen. Man hat es geschafft den Punkteschnitt von 96.9PPG (07/08) auf wahnwitzige 97.9PPG zu steigern. Hinten kassierte man gut 108 Zähler pro Partie, schlechter sind hier nur die Clippers.
Aber es ist ja nicht das erste mal, dass die Hoffnungen und Erwartungen sich nach den ersten 10 Spielen der traurigen Realität stellen müssen
pansen sagt: 11. November 2008 um 20:18
Erstmal ohne den Artikel gelesen zu haben und mit Wissen, welches es zu Artikelentstehung noch nicht gab: Ich würde ihn auch weiter bis zum Atomkrieg auf der Bank versauern lassen. Ich sehe in Marbury nur den dicke Hose Basketballer, der nur für um sein eigenes Wohl bemüht ist ohne Sinn fürsTeam oder die Organisation oder gar die Fans. Er hat sich über genommen was erwollte, bzw. bekommen was er wollte. Ich finde es soll keine weitere Plattform geben für so einen Charakter.
Außerdem wird es dem Führungsanspruch des GM und des Coaches nur gerecht ein Exempel zu statuieren. Niemand auch keine 20 Mio $ können in 08/09 noch aus der Reihe Tanzen. Außerdem wird es so schwer für Starbury sich für einen neuen lukrativen Vertrag zu empfehlen, egal wo.
Ich hoffe nur dass die Knicks durchhalten und das Geld im Sommer 09 aus den büchern streichen, damit die Franchise weiter gesunden kann.
Stephen sagt: 13. November 2008 um 12:01
Ich denke, was D’Antoni hier macht, ist doch nur konsequent. Seit Jahren macht Marbury nur Quark, schießt quer und erzählt jedem, der es nicht hören will, was er für ein geiler Typ ist. Und eine 5-3 Bilanz gibt Mike ja im Moment noch recht.
spree1 sagt: 13. November 2008 um 15:45
Wann kam D’Antoni nach NY? Am 10. Mai! Man hatte also den ganzen Sommer Zeit sich zu überlegen was man mit den knapp $22 Mio von Marbury machen möchte, versucht man es noch mal mit ihm oder gibt man ihn weg. Und was ist passiert? Nichts, das ist ja das eigentlich Unbefriedigende, dass Marbury nicht spielt ist ok und die Entscheidung vom Coach will eigentlich auch nicht in Frage stellen, aber WARUM ist #3 noch im Team???
Stephen sagt: 13. November 2008 um 16:13
Weiß nicht, vielleicht Sadismus? Ganz offensichtlich kann man ihn nicht traden, da ihn wohl kaum jemand nehmen wird, trotz seines auslaufenden Vertrags. Für einen Buyout sind die Knicks im Moment offensichtlich zu geizig. Mich erstaunt ein bißchen, wie groß der Platz ist, den Marbury in den Medien einnimmt, obwohl es ja durchaus auch positive Dinge aus sportlicher Sicht zu berichten gäbe.
spree1 sagt: 13. November 2008 um 16:26
Bei einem Trade sollten die Knicks aber aufpassen, dass sie sich nicht wieder so eine faules Ei ins Nest holen.
Ja die Medien im BigApple sind eben so, wen interssiert schon der aktuelle “Erfolg” wenn ich so unterhaltsame Stories von Marbury lesen, sehen oder hören kann?
pansen sagt: 14. November 2008 um 18:14
Ich denke auch, dass sie ihn nicht getraded haben, weil sie einfach ganz sicher sein wollen, dass die Mio am Ende der Saison weg sind. Immerhin wollen sie ja vielleicht um einen Free Agent 2010 mitbieten. Ein Byout kostet viel mehr Geld und bringt nur die physische Abwesenheit von Marbury.
spree1 sagt: 14. November 2008 um 22:28
Warum kostet ein Buyout mehr Geld? Ich dachte einem Spieler wird ein Teil seines vertraglich zugesicherten Gehaltes angeboten und er kann dann gehen, der Vertrag wird in beiderseitigem einverständnis aufgelöst?! Das Gehalt verschwindet dann auch aus dem Cap.
Nur ich hatte immer das Gefühl, Marbury wolle seinen vollen Scheck im Tausch für einen Buyout. Jetzt haben die Knicks zwar das Gehalt an der Backe, aber eben auch noch den “guten” Vertrag. Wenn sie ihn rauskaufen, haben sie das Geld nicht mehr und auch keine Trademasse. Dafür aber ein scharzes Schaf
pansen sagt: 18. November 2008 um 12:27
Also in erste Instanz hast du recht mit der Annahme. Wieviel Geld bei einem Buyout gezahlt wird ist Verhandlungssache. Das Gehalt laut Vertrag bleibt allerdings bis zum eigentlichen Vertragsende in den Büchern bzw. wird zum Cab-Space und zur Luxury Tax mitgezählt. Das ist natürlich im Fall Marbury nicht wichtig, da der ja nur bis Ende der Saison unter Vertrag ist.
Und ja M. will seinen vollen Check. Und genau deshalb kostet es mehr, weil das Geld in den Büchern bleibt und weil ein neuer Spieler mit seinem Gehalt oben draufgeschlagen werden muss.