kreta
Dienstag, 30. Juni 2009“What happens on Kreta, stays on Kreta!” Dieses Versprechen legten alle Mitreisenden einstimmig ab, dennoch möchte ich an dieser Stelle ein paar besonders schöne Momente reflektieren
Ziel der Reise waren die 9. Europäischen Hochschulmeisterschaften im Basketball und wenn solch ein Event auf einer Insel im Mittelmeer stattfindet und man gefragt wird ob man mitkommen möchte, dann sagt man schnell ja und reist sogar schon zwei Tage früher an. So haben es dann Kati, Maggi, Vera, Vicky, Wolle und ich auch getan, wobei es bei Wolle ein wenig knapp war, aber er schaffte es noch pünktlich zum Flughafen.
In Heraklion angekommen trennten sich dann aber unsere Wege und ich suchte mit Maggi erstmal einen fahrbaren Untersatz für die nächsten 48 Stunden. Unsere Wahl fiel auf “Hugo”, ohne Servolenkung aber dafür mit Charakter
An den griechischen Straßenverkehr hab ich mich schnell gewöhnt, irgendwie ist fast alles erlaubt, man muss es die anderen nur wissen lassen
Mit vollem Tank und vollen Wasservorräten ging es in Richtung Osten. Nach gut einer Stunde Fahrt entlang der Küste erreichten wir das beschauliche Städtchen Agios Nikolaos. Nach der Suche nach einem Schattenparkplatz kam es zum ersten Kontakt mit dem schönen, nassen Blau.
Vom netten Kellner im Leon erhielten wir den Tipp für einen tollen “Standplatz” für die kommende Nacht, etwas abgelegen und direkt am Meer.
Bevor wir uns aber zu besagtem Ort aufmachten, fanden wir noch die ein oder andere Minute für einen Powernap. Gerüchten zufolgen haben gewisse Personen in der Nacht zuvor ja gar kein Auge zugemacht.
Mit etwas Glück fanden wir am Abend den Spot für die Nacht und schlugen unsere Zelte auf. Naja Zelte ist ein wenig übertrieben, wir brachten die Sitze im Auto so gut es ging in eine waagerechte Position und breiteten darauf die Schlafsäcke aus
Am Abend schon begeistert setzte die Morgensonne noch mal einen drauf. Sowas hatte ich noch nicht erleben, aufwachen, den Kopf ein wenig nach links drehen und über dem Wasser die aufgehende Sonne bestaunen
Für den Weg zurück in Richtung Heraklion war ein Abstecher über die Lasithi-Hochebene geplant. Von der Entfernung her waren es nicht viel mehr Kilometer, ich vergaß bei der Kalkulation allerdings mit einzubeziehen, dass ich auf den engen Passstraßen, nicht schneller als 30km/h fahren kann und auch will.
Mit guter Laune, streckenweise sogar Musik aus dem Radio und sicherer Navigation von Maggi fanden wir den Weg nach Psychro, wo sich die Diktäische Höhle befindet, angeblich der Geburtsort von Zeus. Den Aufstieg vom Parkplatz zur Höhle kann man allein oder auf dem Rücken eines Esels bewältigen. Wir entschieden uns für Variante 1, ließen uns dabei aber nicht stressen und verweilten auf der ein oder anderen Schattenbank. Die Höhle selbst ist, nun ja, sie ist eine Tropfsteinhöhle
Viel mehr war für mich nicht zu sehen, aber immerhin konnte ich sogar die Schilder “Don’t use Flash” erkennen. Den Russen, die sich auch mal wieder als solche benahmen, sind sie wohl entgangen.
Auf der Hochebene selbst kann man schnell das Gefühl verlieren, sich auf einer Insel zu befinden denn vom Wasser sieht man gar nichts mehr. Ein ganz anderes Bild von Kreta.
Auf der Abfahrt wurden die Bremsen von Hugo zum Glück nicht zu sehr beansprucht, so dass alles glatt lief und wir wieder den Weg an die Küste fanden. Dort kam es dann auch endlich zu einem längeren Strandaufenthalt. Für den Abend wollten wir uns wieder in Richtung Heraklion begeben, um dort am nächsten Morgen das Auto abzugeben und im Hotel einzuchecken. Diesem Plan stellte sich aber der “Todesberg” in den Weg. Mit viel Anlauf, hoffen und beten haben wir bzw. Hugo ihn aber bezwungen
In der Nähe des Kraftwerks fanden wir dann unser Hotel und für die Nacht noch mal einen beschaulichen Stellplatz. Diesmal gab es aus Handtüchern sogar richtige “Gardinen”
Am folgenden Morgen das Auto pünktlich in Heraklion zurückgeben und mit dem Bus wieder raus zum Hotel gefahren. Nach und nach trudelten dann die anderen Mannschaftsmitglieder ein, es wurden die Zimmer zugeteilt und es gab endlich mal eine Dusche
Dazu noch was zu essen und einen chilligen Tag am Meer und Pool und für die Nacht ein echtes Bett.
Nach dem Besuch des Spiels unserer Gruppengegner und einer Trainingseinheit am Nachmittag, ging es am Abend zur Eröffnungsfeier. Für unseren “Einmarsch” viel die Wahl auf folgende Szene der Simpsons:
Die Veranstaltung als solche war relativ öde, wenn man die Redner akustisch nicht versteht, sinkt schnell das Interesse am zuhören. Auf dem Rückweg habe ich dafür Joana aus Porto kennengelernt, sie lernt seit sechs Jahren deutsch und studiert Business Communications.
Am Dienstag ging es mit dem Spiel gegen Portugal dann auch für die deutschen Damen los.
Wenn der portugiesische Trainer heute Nacht einen Traum hatte und sie Zone spielen. . .
Das waren Wolles amüsante Worte vor dem Spiel und die Portugiesinnen spielten natürlich Zone
Wir kamen aber gut damit klar und führten nach der Halbzeit mit 11, bei den Gegnern ließ die Kondition nach. Eine Zwangspause in Form eines 20 minütigen Stromausfalls kommt da natürlich gerade recht
Irgendwie waren wir von der Rolle und Portugal kam wieder ran und war 15 Sekunde vor Ende sogar mit 4 hoch
Aniz verkürzt mit einem Dreier auf 1 und die Portugiesinnen werfen den Ball weg, 3 Sekunden plus Einwurf an der Mittellinie. Irgendwie war das Play zwar anders gedacht aber Vera zieht zum Korb, lässt den Ball fliegen und er fällt genau durch den Ring.
Ich hab schon 100 Mal so einen Buzzer gesehen, aber ich war noch nie so direkt beteiligt, zum Glück auf der Gewinnerseite.
Im zweiten Gruppenspiel gegen die Polinnen gab’s zum Glück nicht so einen Krimi. Es wurde von Anfang an konzentriert gespielt und verdient der Gruppensieg gesichert. Kurzes Herzflattern gab’s für mich allerdings doch. Als ich vom morgendlichen Laufen am Strand (ja auch ich habe mich in der Woche sportlich betätigt) zurückkam, waren meine Flip Flops weg
Die Poolboys hatten sie wohl als Müll vom Vorabend angesehen, konnten sie aber noch mal retten
Da der Donnerstag für alle spielfrei war und sie sich die Sache mit der organisierten Exkursion erledigte
1. Info: es gibt eine Exkursion
2. Info: Exkursion abgesagt (~18:15 Uhr) da sich zu wenig Leute angemeldet haben (ach das musste man?)
3. Info: bis 19:00 Uhr möchte man sich doch bitte anmelden, aber nicht wenn schon nach 18:15 Uhr, weil dann ja schon abgesagt
alles logisch oder?
lief es auf einen Abend in Heraklion hinaus. Dieser war überwiegend sehr unterhaltsam
Mehr gibt’s an dieser Stelle dazu nicht zu sagen, ich kann und möchte mich an gewisse Dinge nicht erinnern
Mit leichtem Kater hab ich mir am Donnerstag dann aber noch etwas Kultur in Form der Ausgrabungsstätte Knossos, des Archäologiemuseums und der Innenstadt von Heraklion zugeführt.
Am Freitag ging es im Viertelfinale gegen Estland. Diese sträubten sich zwar ein wenig, mussten sich dann aber auch geschlagen geben. HALBFINALE
Das mit dem Glück kann natürlich nicht überall funktionieren. So musste ich mich in einer Runde Mensch ärgere dich nicht deutlich geschlagen geben und auch die “ewige Ehre” + den Titel “Meister des Universums” an Kati im Tischtennis (seit Ewigkeiten mal wieder gespielt) abgeben.
Im Halbfinale ging es gegen Holland und der Gameplan von Wolle funktionierte drei Viertel lang auch richtig gut. Im letzten Viertel konnten sich die Damen aus Amsterdam aber ein wenig absetzen und uns fehlte scheinbar die Kraft uns noch einmal ranzukämpfen. Das Finale wäre aber auch vielleicht ein wenig viel des Guten gewesen
So gab es immerhin das kleine Finale, allerdings wieder gegen Polen.
Zuvor gab’s aber noch einen offiziellen Teil in Form von Teamfotos. Wenn ich überlege wie nervös ich war, möchte ich gar nicht wissen wie sich die Ladies beim TipOff gefühlt haben. Wie schon im Gruppenspiel konnten wir dem Spiel unseren Stempel aufdrücken und führten zur Halbzeit mit 20. Die Polinnen kamen aber motiviert aus der Kabine und starteten gleich mal einen 12-0 Lauf. Zum Glück behielten wir die Nerven und so konnte sich das Team aus Köln die Bronzemedaille sichern
Gefeiert wurde wie Platz 1.
Nach den Spielen zum Platz 1 gab’s dann die offizielle Siegerehrung
So sieht Vorfreude aus
und so die Freude über einen neuen Halsschmuck
Die Abschlussparty artete in eine kleine Essens- bzw. Getränkeschlacht aus. Einige Leute können eben nicht mit Freibier umgehen
Nach einer wieder mal sehr kurzen Nacht ging es am Montagmittag zurück Richtung Deutschland. Danke Alex, Aniz, Anne, Annika, Blanka, Kati, Maggi, Natti, Tutti, Vera, Vicky und Wolle, die Woche, das Erlebte, das Erreichte, das kann euch, das kann uns keiner mehr nehmen



















pansen sagt: 02. Juli 2009 um 08:48
Schöne Zeit hattest du. Und auch schön, dass du uns daran teil haben lässt. Beste Glückwünsche an dich, den Moral Manager.
spree1 sagt: 07. Juli 2009 um 16:57
Im Namen aller sag ich mal Danke
Blankova sagt: 09. Juli 2009 um 02:49
Ich weiss es!!! Ich weiss es!!! Ich weiss es letztendlich wo der KRETA-Schritt her kommt! Hab mich tot gelacht! Wie geil!!! Danke!