milan

Donnerstag, 27. Mai 2010

INTER, INTER, INTER, INTER!!! Dazu später mehr 😉 Vorletzten Samstag ging es für fünf Tage nach Mailand. Das Flugschnäppchen ging um 6:45 Uhr von Köln/Bonn. Genug Zeit also, um am Freitag in Köln noch ein wenig zu feiern, schlafen kann man ja auch im Flugzeug 😉

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Flug, Gepäck und Transfer vom Flughafen nach Mailand liefen wunderbar. Allerdings musste ich im Bus dann feststellen, dass ich den Reiseführer zu Hause vergessen hatte 🙁 Somit blieb mir für eine erste Orientierung am Hauptbahnhof, wo der Bus endete, nur die grobe Erinnerung sowie ein Google-Maps-Ausdruck. Irgendwie klappte es aber doch, wir fanden die gesuchte Tram-Linie und fuhren mit ihr zur entsprechenden Haltestelle in Hotelnähe, natürlich mit einem Fahrschein.

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Die Straßenbahnen in Mailand waren auch mein heimliches Highlight. Klar gibt’s auch dort moderne Niederflurbahnen, aber eben auch noch so ganz alte, rustikale Schmuckstücke. Die haben dann auch keine Leuchtstoffröhrenbeleuchtung sondern echte Glühbirnen 😉

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Nach dem Reiseführerdebakel gab’s im Hotel dann wieder was zum strahlen, unsere Reservierung lag auch im System vor und wir hatten für die kommenden vier Nächte ein Dach über den Kopf. Einchecken war um 11 zwar noch nicht möglich, aber wir konnten unser Gepäck schon einmal abgeben und nach einem kleinen Abstecher in den Supermarkt ging’s auch gleich wieder in die Stadt.

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Dort wurde mit dem Dom gleich eine der Hauptattraktionen besichtigt, vorerst allerdings nur von außen. Es war zu merken, dass doch viele (Wochenend-)Touristen unterwegs waren. Zum Glück wurde es aber nicht eng. Nach einem kleinen Bummel durch verschiedene Gassen und vorbei an der Scala (wirkt irgendwie total unscheinbar, wäre kein Schild dran, hätte ich sie glatt übersehen) ging’s zurück zum Hotel, kurz frisch machen und einen kleinen Powernap halten. Klappte bis auf den kleinen Powernap auch alles ganz gut, dieser wurde um 1h überzogen, im Urlaub zum Glück kein großes Problem.

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Zur Stärkung suchten wir einen kleinen Italiener auf. Abseits der Touristenpfade gab’s die Karte natürlich nicht in Englisch, also bestellte ich auf Verdacht etwas mit Spinat, bildete ich mir zumindest ein. Die Überraschung war relativ groß als ich auf einmal zu meinen Gnocchis noch Muscheln bekam 🙁 Zum Glück war Jenny so frei mit mir zu tauschen, so gab’s für mich Tagliatelle mit Lachs und Rucola.

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Gestärkt und ohne Magenverstimmung wurde mit einem erneuten Ausflug zum nächtlich beleuchteten Dom das letzte aus dem Tagesticket rausgeholt.

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Tag 2 sollte eigentlich mit einem Brunch beginnen, aber der Plan steckte natürlich im Reiseführer in GT 😉 Also gab es zwei Baguette 2 go für 18 Euro 😀 Dachte ich erst, zum Glück hatte ich mich aber verhört, es gab beide für 8€ 😉 Hätte mich allerdings nicht wirklich gewundert, schließlich soll selbst im Supermarkt der Liter Becks gute 2€ kosten.

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Danach wurde die Castello Sforzesco und der ihr angeschlossene Park entspannt besichtigt. Vom Torre Branca aus hat man eine schöne Aussicht, zwei Dinge stören allerdings. Zum einen spürt man, dass der Turm wackelt, nicht schlimm aber man merkt es und wundert sich. Zum andere fährt einen der Fahrstuhl hoch und der Liftboy wartet dann auch oben. Drängt einen allerdings nach ~7-8min zum gehen, da unten ja neue Gäste stehen und ein Pendelverkehr anscheinend nicht möglich ist. So klein ist der Turm nun auch nicht.

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Der Park ist die grüne Oase der Stadt und lädt wirklich zum verweilen ein. Für uns ging es aber alsbald weiter zur Santa Maria delle Grazie. Für einen Blick auf Leonardos „letztes Abendmahl“ muss man sich allerdings vorab im Internet anmelden. Aktuell waren aber alle Termine bis Ende Juni ausgebucht.

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Mit dem La Rinascente stand danach das KaDeWe von Mailand auf dem Programm. Alle Marken und Namen sind vertreten und die Preisschilder kennen auch kein Limit. Im Designmarkt im Keller gab es aber das ein oder andere interessante Stück zu entdecken. Ein weiterer Pluspunkt ist die Dachterrasse mit Blick auf den Dom und das Treiben auf dem Domplatz. Uncool für ein Haus dieser Klasse allerdings die WCs, die waren für die Herren nämlich alle defekt

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Über eine Runde durch die Einkaufsmeile und die Galleria Vittorio Emanuele II (es war erst Sonntag, shoppen stand Montag auf dem Programm) ging’s zurück zum Domplatz, der zwischenzeitlich von den Interisties eingenommen wurde, aus allen Löchern strömten sie auf den Platz und in die Innenstadt.

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Was war geschehen? Ein normaler Spieltag in der Serie A? Nicht ganz, mit einem 0:1 bei AC Siena sicherte sich Inter Mailand den 5. Titel in Folge und den 18. in der Vereinsgeschichte. Wenn ich nun Fan eines italienischen Fußballclubs sein müsste, wäre es wohl Inter Mailand 🙂

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Die Party in der Stadt wollte und wollte kein Ende nehmen. Irgendwann wurde es aber doch ein wenig viel und wir verzogen uns zum Abend in Naviglio Viertel wo es dank Stromgeneratoren auch zu fortgeschrittener Stunde noch einen Flohmarkt und viel zu sehen gibt.

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Durch ein schlecht geparktes Fahrzeug zog sich der Weg zurück zum Hotel etwas in die Länge. Zu Fuß ist man eben nicht ganz so schnell wie auf Schienen, aber immer noch schneller als eine Tram, die gar nicht fährt 😉

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Montag wurde geshoppt. Mehr muss ich eigentlich nicht sagen 😉 Es gibt nichts was es nicht gibt und alle „großen“ Designer sind vertreten. Wie so oft lässt sich aber über Geschmack streiten und billig ist es euch nicht, bloß die Kreditkarte zu Hause lassen 😉 Ich für meinen Teil hab in Mailand genug Louis Vuitton und Burberry gesehen, for a life time!

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Der Dienstag sollte dann wieder weniger im Zeichen des Konsums als mehr im Zeichen der Kultur stehen.

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Bei Sant‘ Ambrogio standen wir zuerst vor verschlossenen Türen, der Gärtner im angeschlossenen Kloster konnte und wollte leider auch nicht weiterhelfen, er war wohl gerade schwer beschäftigt 😉

Also ging es erst zur Sant‘ Eustorgio um dann beim zweiten Anlauf auch die Sant‘ Ambrogio von innen besichtigen zu dürfen.

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Für 50cent konnte man es in kleinen Seitenkapellen auf magische Weise Licht werden lassen 😉

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Im Vergleich zu unserer Ersten Begegnung mit dem Mailänder Dom war es am Dienstag entspannt leer und es gab keine lange Schlange vor dem Eingang.

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In Mailand musste ich, wie schon in Köln, feststellen, dass es ein schmaler Grat zwischen einer „heiligen“ Stätte und einer Touristenattraktion ist. Einigen Besuchern fällt diese Unterscheidung schwer und so fällt das Verhalten noch negativer als in einem Museum oder einer Ausstellung auf. Ich denke Respekt heißt hier das Zauberwort.

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Für 5 Euro (8 für den Lift) lässt sich über 248 Stufen das Dach des Doms besteigen. Die Dachfläche selbst ist nicht zu groß und ich hatte schon Befürchtungen, dort oben keinen Schritt machen zu können. Sie sollten sich zum Glück nicht bewahrheiten.

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Es war entspannt leer und himmlisch ruhig dort oben und zusammen mit dem Ausblick ein Highlight des Urlaubs.

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Mit dem Reiseführer in weiter Ferne wurde sich noch auf die Suche nach einem bekannten Schokoladenladen gemacht und dieser auch tatsächlich gefunden. Ich hätte viel mehr als die Schokoladen-Trilogie kaufen können, aber ob das so gesund gewesen wäre 😉 Da war es viel cleverer am Abend beim Italiener nicht noch mal auf den Muscheltrick reinzufallen 😉 Diesmal gab’s für beide Tagliatelle + Lachs 😀

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Irgendwann ist ja immer Schluss und für uns war am Mittwoch der Tag der Abreise gekommen. Der Rückflug war für 20:30 Uhr terminiert. Genug Zeit also um sich nach dem Auschecken noch das legendäre Giuseppe-Meazza-Stadion (auch San Siro genannt) anzuschauen. Für 5 (in Worten fünf) Euro bekommt man eine kurze Einführung in die Geschichte, ein paar interessante Fakten zum Stadion und darf sich auf Plätze setzen, die sonst ggf. für 150-200€ je Spiel weggehen. Und das sind nicht mal die VIP oder Logenplätze 😉

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Nach gefühlten 10 Minuten ist der Spaß auch schon wieder vorbei und man kann sich in den Katakomben des 4. größten Stadions Europas (Sitzkapazität) noch ein Privatmuseum mit einigen Trophäen anschauen.

Vor der Abfahrt zum Flughafen haben wir noch ein gut eine Stunde das Treiben auf dem Domplatz beobachtet und uns dann so langsam von der Stadt verabschiedet. Mailand ist in jedem Fall eine Reise wert. Ob man fünf Tage für alles braucht, hängt von der Planung und dem gesetzten Zeitplan ab, sicher geht alles auch an 2-3 Tagen, aber mit etwas Entspannung auch in fünf, vor allem wenn der nächste 20€-Flug auch erst nach 5 Tagen zurück geht 😉

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2 Kommentare zu “milan”

  1. pansen sagt:
    1

    „Wenn ich …, wäre es wohl Inter Mailand“ OPPORTUNIST! Man kann überhaupt nicht Fan eines italienischen Fußballclubs sein und erst recht nicht Fan Mailands. Wenigstens bist du nicht Fan des aktuellen Erfolgsteams im Basketball, sondern eines langjährigen Kellerkindes der NBA, den Knicks.
    Der Mailänder Dom scheint wirklich sehr schön zu sein. Die schönen Buntglasfenster mit der Rosette, sind real sicher zehnmal so eindrucksvoll.
    Bei engen Treppenaufgängen zu Kirchtürmen muss ich, wie schon in Sacré Coeur, an den Film „Brügge sehen… und sterben?“ denken. Wer ihn kennt weiß was ich meine, wer nicht, dem sei er ans Herz gelegt.

  2. amsterdam | spree1's daily dime | 4th year and counting pingt:
    2

    […] Mailand im Frühjahr stand mit Amsterdam der zweite Städteurlaub 2010 auf dem Programm. Im Vergleich zu Mailand wurde […]

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