Archiv für Kategorie 'Film & TV'

the dark knight

Sonntag, 24. August 2008

An der Batman Franchise haben sich in Hollywood schon einige Regisseure mit mehr oder weniger Erfolg versucht. Ich persönlich finde die ersten beiden Filme mit Michael Keaton als Batman nicht schlecht, Tim Burton schafft eine düstere Stimmung und lässt Batman nicht immer als den strahlenden Held dastehen. Ganz schlimm sind die beiden Streifen mit Val Kilmer bzw. George Clooney im Fledermauskostüm. Die sind einfach zu bunt, übertrieben und bleiben einem nicht zu lange in Erinnerung.

Christopher Nolan schaffte 2005 mit „Batman begins“ eine erfolgreiche Wiederbelebung der Franchise und schloss dabei nicht an den bestehenden Teilen an sondern fing noch einmal ganz von vorne an. Der Film bekam seine ganz eigene, düstere Stimmung und Batman war nicht einfach nur der „Gute“, er hatte mit sich selbst und seinen moralischen Vorstellungen zu kämpfen.

Nach langem warten ging nun endlich die Fortsetzung „The Dark Knight“ auch in Deutschland an den Start und die Erwartungen sind bei all dem Hype, dem man sich nur schlecht entziehen kann, ziemlich hoch. Zum Glück werden sie nicht enttäuscht 😉

Christian Bale schlüpft erneut in die Rolle von Bruce Wayne, der tagsüber den Playboy und Lebemann mimt sich am Abend aber von seinen schönen Begleitungen verabschiedet und als Batman in den dunklen Straßen von Gotham City seinen schweren Kampf gegen das Verbrechen bestreitet. Unterstützung bekommt er dabei vom neuen Staatsanwalt Harvey Dent, der endlich das Symbol für Gerechtigkeit sein könnte.

Die Hilfe ist auch von Nöten, denn mit dem Joker haben sie es mit einem Kriminellen besonderer Güte zu tun. Sein Motiv ist nicht einfach nur Geld oder Macht, er hat einfach Spaß an seinen Taten bzw. kann gar nicht anders als sie zu begehen. Er hält sich an keine Regel und bringt Batman fasst dazu, alles aufzugeben, für das er steht, nur um ihn zur Strecke zu bringen. Die Story entwickelt sich nicht geradlinig sondern ist in zwei Teile gesplittet, was mich sehr freut. Man denkt, gut, nun gibt’s den Showdown und dann ist es ja vorbei, aber dann geht es gerade erst los 😉

Schon jetzt gibt heiße Diskussionen zum Thema Oscar für Heath Ledger für seine Darbietung als Joker. Da könnte man es sich durch seinen tragischen Tod natürlich einfach machen, aber ich finde er hat auch so einfach eine beeindruckende Vorstellung geliefert, ich hab ihn nicht wirklich erkannt 😉 Aber es ist zum Glück keine One Man Show, die anderen Charaktere kommen nicht zu kurz und sind zudem sehr gut besetzt.

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Für mich bisher der beste Film des Jahres und vielleicht sogar ein kleines Stück Filmgeschichte, perfekt inszeniert, beeindruckende Bilder und ein toller Soundtrack von Hans Zimmer und James Newton Howard. Prädikat sehenswert!

terminator 2: judgment day

Montag, 11. August 2008

Come with me if you want to live!

Dies ist einer zahlreichen Einzeiler des Cyberdyne Systems Model 101. Mit „Terminator 2: Judgment Day“ schaffte nicht nur Arnold Schwarzenegger seinen Durchbruch in Hollywood, Regisseur James Cameron schuf mit diesem Streifen auch einen Meilenstein der Filmgeschichte, in Bezug auf visuelle und Specialeffects 😉

Die Story spielt gut 10 Jahre nach dem ersten Teil und wieder ist die Familie Connor Ziel eines von Skynet in die Vergangenheit geschickten Terminators. Der menschliche Widerstand lässt sich nicht lange bitten und schickt ebenfalls einen „Beschützer“ in der Zeit zurück. Beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Maschinen wird dann klar, dass der T 101 diesmal auf der Seite der Guten für ein mehr als hohes „Damage Rating“ sorgen wird.

Aus der Story wird das Maximale rausgeholt und hier und da gibt es sogar einen ruhigen, ernsten Moment. Im Fokus steht dennoch das zerstörerische Duell T 101 vs. T 1000. Ganz Maschine gibt sich der T 1000 mehr als wortkarg, „Arni“ hingegen lernt im Laufe des Films den ein oder anderen Spruch dazu und weiß diesen dann auch im richtigen Moment zu platzieren. Damit wird das mehr als coole Erscheinungsbild mit Bikeroutfit, Harley Davidson „Fatboy“ und Sonnenbrille abgerundet.

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Sogar der Trailer war seiner Zeit damals schon voraus, ein Klassiker!

indiana jones and the kingdom of the crystal skull

Montag, 07. Juli 2008

Vor gut 20 Jahren lief Dr. Henry Jones das letzte mal über die Kinoleinwand. 2008 kann man ihn bei seinem neusten Abenteuer begleiten und ich hab dies in der letzten Woche nun auch endlich geschafft.

In „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ versucht man zum Glück nicht, die zeitliche Differenz zum dritten Teil zu leugnen und so ist es für den Zuschauer kein Problem im Gesicht von Harrison Ford die eine oder andere deutliche Falte zu erkennen (im ersten Moment ist es allerdings doch ein wenig schockierend). Auch das Umfeld geht mit der Zeit und so sind nicht mehr die bösen Nazis die Gegner von Indianer Jones sondern die Russen, mit denen sich die USA schon mächtig im kalten Krieg befinden. Die ersten Minuten des Films inkl. Atombombentest bringen einen schon gut rein.

Die eigentliche Story war nicht so wirklich mein Fall, vor allem für das Ende muss ich doch Punkte abziehen. Diese ganze Sache mit den Außerirdischen ist mir ein wenig zu dick aufgetragen. Der Heilige Gral und die Bundeslade waren sicherlich auch keine irdischen Güter, allerdings waren sie mir sympathischer als Teile des Skelettes eines Aliens 🙁 Das erinnert mich zu sehr an Akte X als an Indianer Jones.

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Handwerklich ist der Film gut gemacht und bekommt durch die musikalische Untermalung von John Williams auch schnell das bekannte Flair. Die Szene im Dschungel (Tarzan und Auto+Baum+Klippe) waren für meinen Geschmack aber wieder too much.

Ihr Mächtigen in Hollywood, bitte, auch wenn der Film sehr viel Geld in eure Kassen gespült hat, so bitte denkt nicht einmal an einen fünften Teil!

cloverfield

Mittwoch, 06. Februar 2008

Nach langer, langer Zeit habe ich heute mal wieder einen Filmpalast von innen gesehen. Anlass war der neuste Film von LOST-Mastermind J.J. Abrams, „Cloverfield„. Schon beim ersten Teaser hatte ich das Gefühl, dass da auf Filmfreunde etwas ganz Neues, Großes zukommen würde. Zugegeben, die Idee einen Film mit Hilfe von Handkameras möglichst authentisch bzw. real wirken zulassen, ist nicht wirklich innovativ. Das gab’s bei „The Blair Witch Project“ ja schon einmal. Und wie auch schon zuvor bei den Hexen, so gab’s auch zu Cloverfield eine clevere Marketingkampagne mit gezielt gestreuten Informationen, die den Film noch interessanter machen sollten.

Anfangen tut alles mit der Abschiedsparty von Robert in Manhattan. Bevor er seinen neuen Job in Japan antritt, will er einfach noch mal mit all seinen Freunden einen netten Abend verbringen. Als kleines Andenken filmt sein Freund Hug diesen Abend und bittet die Anwesenden kleine Grüße in die Kamera zu sprechen. Als dann allerdings ein riesiges Monster über New York herfällt, kommen die Feierlichkeiten zu einem abrupten Ende. Natürlich könnten sich alle Gäste sicher evakuieren lassen, aber Robert muss natürlich noch einmal zurück um seiner Freundin zu helfen. Zur Story möchte ich an dieser Stelle nichts weiter sagen, die darf jeder für sich selbst entdecken.

Um den authentischen Eindruck nicht zu gefährden, wurden durchweg frische, unbekannte Schauspieler eingesetzt. Ob deren schwache Leistung wirklich an ihnen oder an den einfach zu flachen Charakteren lang weiß ich nicht, umgehauen hat sich mich aber nicht. Als Ganzes konnte mich der Film dennoch überzeugen, er bleibt sich und seiner Idee durchweg treu und animiert den Zuschauer zum nachdenken, anstatt ihm alles vorzukauen. Leichte Abzüge gibt es für die hier und da etwas abstruse Storyentwicklung, warum muss denn zum Beispiel immer der Held zurück ins Herz der Katastrophe und eine Frau zu retten???

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Ok, das mega-aha-oho-Erlebnis war Cloverfield dann doch nicht, aber unterm Strich bleibt nach knackigen 80 Minuten ein erfrischendes neues Filmerlebnis was sich vom Hollywood-Einheitsbrei abhebt.

the departed

Donnerstag, 17. Januar 2008

Mal wieder bin ich ein wenig spät dran, aber da ich von „The Departed“ bisher nur Gutes gehört habe, gab ich dem Film eine Chance.

Martin Scorsese inszeniert in seinem Film mehr als eindrucksvoll den Kampf der Massachusetts State Police gegen die Reste der Irischen Mafia. Um sich gegenüber dem Anderen einen Vorteil zu verschaffen, versuchen beide Parteien jeweils einen Maulwurf in die Reihen des Gegenübers einzuschleusen. Schnell wird klar das beide Seiten diese grandiose Idee hatten und nun alles versuchen um die Plaudertasche unter den eigenen Leuten auffliegen zu lassen. Bis zum Ende bleibt die Story spannend und erfährt doch die eine oder andere überraschende Wendung.

Neben einer soliden Geschichte sind fähige Darsteller der Schlüssel zu einem guten Film und bei „The Departed“ kann sich LineUp mit Jack Nicholson, Matt Damon, Leonardo DiCaprio, Martin Sheen, Alec Baldwin und Mark Wahlberg mehr als sehen lassen. Letzterer hat mir übrigens am besten gefallen.

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Ein sehr guter Streifen der mit seiner Laufzeit von gut zweieinhalb Stunden kein Problem hat. Ach und an alle Möchtegernregisseure da draußen, mit „gimme shelter“ von den Stones kann man absolut gar nichts falsch machen 😉

spaceballs

Sonntag, 06. Januar 2008

Am Sonntag kommt nur das Beste auf den Tisch und das sollte natürlich auch für die mediale Unterhaltung gelten. Mit „Spaceballs“ kann man da gar nichts falsch machen, eine Perle der Filmgeschichte und immer noch Maßstab, an dem sich Parodien messen müssen.

Mel Brooks zieht 1987 in seinem Film hauptsächlich die Star Wars Trilogie ordentlich durch den Kakao. Bei diesem Job ging er aber zum Glück nicht zu verbissen ans Werk und so ist ein Grinsen bei den Zuschauern von Anfang bis Ende garantiert. Großen Anteil hat daran sicher auch Lord Dark Helmet, der wie für Rick Moranis geschrieben zu sein scheint. Auf der Brücke von Spaceball I jagt ein Lacher den nächsten, als Beispiel mal mein Favorit:

Lord Dark Helmet: Who is he?
Colonel Sandurz: He’s an Asshole, sir.
Lord Dark Helmet: I know that. What’s his name?
Colonel Sandurz: That is his name, sir. Asshole, Major Asshole.
Lord Dark Helmet: And his cousin?
Colonel Sandurz: He’s an Asshole, too, sir. Gunner’s-mate, 1st Class, Philip Asshole.
Lord Dark Helmet: How many Assholes we got on this ship, anyhow?
All, but few, stand up.
Lord Dark Helmet: I knew it. I’m surrounded by Assholes. Keep firing, Assholes.

Die Story über die Auseinandersetzung der beiden Planeten Spaceball und Druidia und die Verwicklung der Charaktere in diese wird flüssig erzählt und leistet sich keine groben Schnitzer.

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Unterm Strich bleiben 96 Minuten feinste Unterhaltung und gute Laune garantiert. Meiner Meinung nach auch heute noch ein „must have seen“ 😎